Digitale Archivierung leicht gemacht — sicher, gesetzeskonform, zentral betrieben
Das Staatsarchiv des Kantons Bern unterstützt die Berner Gemeinden bei der digitalen Archivierung.
Mit dem Service BE-Archive erhält jede Gemeinde ein zentrales, langfristig sicheres digitales Langzeitarchiv – während der Kanton den technischen Betrieb übernimmt und Sie die Kontrolle über Ihre Archivdaten behalten.
Was bedeutet BE-Archive für meine Gemeinde?
Die Archivierung von Unterlagen bleibt eine zentrale Aufgabe der Gemeinden – sie verlagert sich jedoch zunehmend vom Papier in den digitalen Raum.
Mit Artikel 15a des Archivierungsgesetzes stellt der Kanton Bern den Gemeinden dafür ein digitales Langzeitarchiv (dLZA) zur Verfügung.
Für die Gemeinden bedeutet das konkret:
- Sie erfüllen die gesetzlichen Anforderungen an die digitale Archivierung
- Sie behalten Datenhoheit, Zugriff und Verantwortung für Inhalte
- Der Kanton übernimmt Betrieb, Sicherheit und Langzeiterhaltung
- Der Kanton unterstützt Sie bei Herausforderungen mit der digitalen Langzeitarchivierung
- Sie profitieren von einer einheitlichen, wirtschaftlichen Lösung
Das dLZA ist als Gesamtsystem aufgebaut, in dem jede Gemeinde ihren eigenen, klar abgegrenzten Bereich (Mandanten) erhält. Dadurch bleiben die Daten zwischen den Gemeinden vollständig getrennt und sicher geschützt.
Was beinhaltet BE-Archive alles?
Der Service BE-Archive besteht aus folgenden Produkten:
- Mit BE‑Archive Standard erhält jede Einwohnergemeinde ein eigenes dLZA. Darin werden Daten aus gemeinsam genutzten Applikationen von Kanton und Einwohnergemeinden (=DGK-Applikationen) archiviert. Der Bezug von BE-Archive Standard ist für alle Einwohnergemeinden verpflichtend.
- Mit BE‑Archive Plus haben die Gemeinden zusätzlich die Möglichkeit, Daten aus ihren kommunalen GEVER- und kommunalen Fachapplikationen zu archivieren. Der Bezug von BE-Archive Plus ist freiwillig und erlaubt eine umfassende digitale Archivierung für kommunale Systeme.
- Mit dem Beratungs- und Unterstützungsangebot des Staatsarchivs können Gemeinden ihre Anliegen und Fragen im Zusammenhang mit der Nutzung von BE-Archive klären.
- Für langfristige oder komplexere Beratungen können externe Archivexpertinnen und Archivexperten hinzugezogen werden.
- Betrieb, Sicherheit und Massnahmen zur Langzeiterhaltung verantwortet das Staatsarchiv.
Erfahren Sie mehr über die konkreten Inhalte der BE-Archive Produkte:

Wie kommt meine Gemeinde zu BE-Archiv?
Damit 2028 der Betrieb und die erste Aussonderung aus der ersten Applikation (eBau) durchgeführt werden kann, benötigen wir Ihre Mitwirkung:
2026 – Ihr Einstieg
- Sie füllen die Gemeindebefragung aus
- Der direkte Kontakt zwischen dem Projektteam und der archivverantwortlichen Person Ihrer Gemeinde wird aufgebaut. Sie wird durch Newsletter auf dem neusten Stand gehalten.
- Ihrer Gemeinde stehen Online-Veranstaltungen zur Verfügung, um sich näher über BE-Archive zu informieren.
2027 – Vorbereitung & Einführung
- Einführungs- und Schulungsprogramm für alle Gemeinden (Teilnahme durch archivverantwortliche Person jeder Gemeinde). Das Programm besteht aus zwei Halbtagen, die zwischen April und Oktober 2027 stattfinden.
- Ihr Mandant im dLZA wird aufgeschaltet, damit sie bereit für die erste Ablieferung sind.
2028 – Betrieb & Ausbau
- Start des produktiven Betriebs
- Erste Aussonderungen aus eBau werden durchführt.
- Falls ihre Gemeinde vom ergänzenden BE-Archive-Angebot profitieren möchte: Einführung von BE-Archive Plus
Interessieren Sie sich für weitere Informationen zum Projekt?
Was geschieht als nächstes?
Bitte füllen Sie die Gemeindebefragung bis 28.08.2026 aus.
Damit ermöglichen Sie einen direkten Informationsfluss zu Ihrer Gemeinde sowie einen reibungslosen Einstieg Ihrer Gemeinde. Ausserdem helfen Sie uns, die Einführung von BE-Archive zugeschnitten auf die Bedürfnisse der Gemeinden zu gestalten.
➡️ Umfrage
Per Herbst 2026 erhalten alle Archivverantwortlichen der Gemeinden den ersten Newsletter, der sie über die nächsten Schritte wie Online-Informationsveranstaltungen oder Anmeldung zum Einführungsprogramm informiert.
Ihre Ansprechpersonen im Staatsarchiv

Morgane Le Roux
Ist die zentrale Ansprechperson für Kunden und ihre Bedürfnisse und behält die inhaltliche Übersicht über das BE-Archive. Sie ist als Fachperson verantwortlich für die Schulungen, Beratungen und die kantonale Koordination. Noch 1- 2 Sätze mit persönlicher Note

Nina Imboden
Hält die technischen Fäden in der Hand und verantwortet den technischen Betrieb des BE-Archive. Sie ist Ansprechstelle bei für die Gemeinden bei technischen Fragestellungen. Noch 1- 2 Sätze mit persönlicher Note
Weitere Informationen zum Thema digitale Langzeitarchivierung:
BE-Archive Dienste
Das Projekt dLZA-DGK
Was ist digitale Langzeitarchivierung
GEVER und elektronische Archivierung